Exhibition “SPAZIALISMO LIQUIDO” – 2008
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InParadiso Galeria, Giardini della Biennale, Venice, Italy
LIQUID (S)TATION
In „LIQUID (S)TATION“ Herwig Maria Stark shows a group of people, in which every single character attempts to assert oneself in an ostensible individual way.
In the background skyscrapers, symbols of economic, political and social power, rise into a supinely sky, filled with shining air like viscous liquid, seem to disappear, to mutate, to renew – invade the minds of people.
The group of people to the fore presents many facets of the society, described by Zygmunt Bauman. We have the maintainer of modern consumer society, described by beast of economy, the doubtfully philosopher, the humble agnostic, the deracinated youngster, the frustrated feminity.
But it would not be a real STARK, if there would not be a glimmer of hope in all this chaos. The seed of a new begin has been sown already, the self-centred, sleeping child, protected and treasured, will grow and break new grounds.
(Text: Elisabeth Rass)
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“What’s the liquid state of art in our liquid modernity?
Can we talk about liquid spatialism in the liquid society we are living in?”
Die “flüssige Moderne”, beschrieben durch den Soziologen und Philosophen Zygmunt Bauman, zeigt eine Gesellschaft, in der wir uns sehr schnell bewegen und verändern, es ist die ephemere, ungewisse globalisierte Welt voll mit Menschen, ständig auf der Suche nach etwas Anderem, Individuen weggefegt durch einen raschen Wandel und voller Angst ins Hintertreffen zu geraten.
Eine vorübergehende Welt die aus entfremdeten Städten, von fragilen und veränderbaren Beziehungen, durch Unruhen, von einer verärgerten Suche nach Glück, von Individualismus und Konsumismus und der zeitgenössischen Anforderungen konstanter Neuheit geprägt ist.
In “LIQUID (S)TATION” zeigt Herwig Maria Stark eine Gruppe von Menschen, in der jeder für sich versucht, auf eine scheinbar individuelle Art, sich zu behaupten.
Im Hintergrund ragen Wolkenkratzer, Symbole wirtschaftlicher, politischer und gesellschaftlicher Macht, in einen trägen, mit flirrender Luft wie zähe Flüssigkeit erfüllten Himmel, scheinen zu verschwinden, sich zu verändern, sich neu zu bilden – dringen in die Köpfe der Menschen.
Die Menschengruppe im Vordergrund zeigt viele Facetten dieser Gesellschaft, die Zygmunt Bauman beschreibt. Wir haben den Verfechter der modernen Konsumgesellschaft, das zornige Raubtier der Wirtschaft, den zweifelnden Philosophen, den demutsvollen Agnostiker, den entwurzelten Jugendlichen, die frustrierte Weiblichkeit.
Sie alle symbolisieren eine Gesellschaft in der 15 Minuten Ruhm, Öffentlichkeit zur Bühne privater Dramen vergewaltigt, Politik zum Entertainment mutiert und die Angst vor einer totalitären “Big Brother” Gesellschaft als nicht zeitgemäß abgetan wird . Die scheinbar befreiten Individuen leben im Dauerstress virulenter Lebensangst und zerstörerischen Streben nach wirtschaftlichem Reichtum, politischer Macht und gesellschaftlicher Anerkennung, die eigene Befindlichkeit wird zum Maßstab, die Allgemeinheit ist ausgeklammert, in die Bedeutungslosigkeit gedrängt.
Doch es wäre kein echter Stark, wenn nicht in all diesem Chaos ein Funken Hoffnung wäre. Der Samen des Neubeginns ist schon gesät und das in sich ruhende, schlafende Kind, beschützt und gehütet, wird wachsen und einen neuen Weg gehen.
(Elisabeth Rass, 2008)
